Mendelssohn-Preis

Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig

Das traditionsreiche Leipziger Conservatorium wurde als erstes seiner Art in Deutschland 1843 durch Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy gegründet und entwickelte sich schnell zu einer führenden Lehranstalt Europas. Mendelssohn gelang es, in den ersten Jahren renommierte Lehrer an das Conservatorium zu binden. Zu ihnen gehörten der Thomaskantor Moritz Hauptmann (1792-1868), der Organist Carl Ferdinand Becker (1804-1977), der Konzertmeister des Gewandhauses Ferdinand David (1810-1873), der Pianist Ignaz Moscheles (1794-1870) und für kurze Zeit auch der Komponist Robert Schumann (1810-1856). Die Einrichtung wurde schnell international bekannt. Studierende, Männer wie Frauen, kamen aus zahlreichen Ländern Europas und bald schon aus den USA. Besonders enge Beziehungen bestanden zu Großbritannien, wo Mendelssohns Name durch längere Konzertreisen wohl ausgewiesen war und auch Ignaz Moscheles mehrere Jahre gewirkt hatte. Einen besonders guten Ruf hatte das Konservatorium auch in Skandinavien. Der namhafteste norwegische Student ist Edvard Grieg, der von 1858-1862 in Leipzig weilte.

1887 erfolgte die Einweihung des heutigen Gebäudes in der Grassistraße 8. Der kurz vor dem Millenium wieder aufgebaute Große Saal bietet 430 Zuschauern Platz und wurde 2004 mit einem Preis des Bundes Deutscher Architekten / Sachsen ausgezeichnet. Seit 2002 verfügt die Hochschule außerdem über ein hervorragend ausgestattetes zweites Haus am Dittrichring nahe der Thomaskirche und des Schauspielhauses.

Die Hochschule bietet ein außergewöhnlich breites und praxisnahes Ausbildungsspektrum in beinahe allen Fächern der klassischen und populären Musik, Schauspiel und Dramaturgie an. Die künstlerische Praxis wird grundsätzlich wissenschaftlich begleitet und fundiert; interdisziplinäre Projekte sind hier eine Selbstverständlichkeit.

Jedes Jahr stellen die ca. 900 Studierenden des Hauses in über 600 Veranstaltungen ihre Leistungen unter Beweis. Die Erfolge der Leipziger Ausbildung lassen sich sowohl durch zahlreiche renommierte Preise und Auszeichnungen als auch durch eine erfreulich hohe Erfolgsquote beim Berufseinstieg belegen. Die Alumni der Leipziger Hochschule singen und spielen in berühmten Opernhäusern, Klangkörpern und Theatern in aller Welt; sie arbeiten an Musikschulen und in Kirchen; sie begeistern den Nachwuchs in den Schulen.

Die seit der Gründung bestehenden engen Verbindungen zum Gewandhaus haben mit der Einrichtung des Meisterklassenstudiengangs „Orchesterakademie“ an Intensität gewonnen. Die Orchesterakademie, ein Meisterklassenstudiengang an der HMT Leipzig in Kooperation mit dem Gewandhausorchester, wurde zum Wintersemester 2004/05 erstmals ins Leben gerufen.

Die Verbindungen zwischen der heutigen Hochschule und dem Gewandhaus bestehen bereits seit der Gründung des Leipziger Konservatoriums im Jahre 1843. Sie wurden maßgeblich von Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy initiiert. Mendelssohn war zugleich erster Studiendirektor und zählte zum damaligen Lehrerkollegium des Konservatoriums. Nach jahrzehntelanger Vakanz dieser Position nahm sie in den Jahren von 1897 bis 1902 der von 1860 bis 1895 amtierende Gewandhauskapellmeister Carl Reinecke ein. Auch er unterrichtete, wie viele Mitglieder des Orchesters ebenso, an der Ausbildungsstätte. Das Konservatorium befand sich damals noch im Hofgebäude des alten Gewandhauses, bis 1887 das Gebäude in der Grassistraße eingeweiht wurde.

Diese enge Verknüpfung zwischen Hochschule und Gewandhaus hat sich über allen Wandel äußerer Verhältnisse als auch innerer Strukturen hinweg bis in die Gegenwart erhalten: als eine lebendige, offene Tradition. Bis heute unterrichten Musiker des Gewandhausorchesters an der Hochschule, während bereits zahlreiche Leipziger Absolventen eine Anstellung in dem weltberühmten Klangkörper fanden.


Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Grassistraße 8
04107 Leipzig
Telefon: +49 341 2144 55
www.hmt-leipzig.de