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Zitate zu Mendelssohn Bartholdy

Mendelssohn-Preis

Felix Mendelssohn Bartholdy hinterließ einen Schatz deutscher und europäischer Kultur. Sein Lebenswerk reicht weit über das beeindruckende kompositorische Schaffen hinaus. Ob mit der Wiederaufführung von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion oder im Austausch mit europäischen Komponisten und Künstlern seiner Zeit: Mendelssohn Bartholdy betonte das Universelle der Musik und wirkte über Zeitläufe, nationale und kulturelle Grenzlinien hinweg. Sein Beitrag zur geistlichen Musik ist Sinnbild für die christlich-jüdischen Wurzeln unserer Kultur – und Vorbild für unser Umgehen mit religiöser Vielfalt in der Gegenwart.

Dr. Wolfgang Schäuble [Berlin, 26.05.2009]

 

Mit Mendelssohn Bartholdy verbinde ich jene überschäumende Euphorie, die aus dem 1. Satz seines Oktetts klingt und dessen Atem einen nie wieder los lässt, selbst wo das Leben weniger euphorisch wird.

Roger Willemsen [Hamburg, 15.05.2009]

 

Mit Mendelssohn Bartholdy verbinde ich...: Der jugendliche Schwung des Oktetts, der Zauber der Musik zum Sommernachtstraum – und gleichzeitig der tiefe Ernst in der Auseinandersetzung mit Beethovens Spätwerken im Streichquartett a-moll, op. 13. Die lichte Welt der „singenden“ Violine im Violinkonzert und die verdunkelte Landschaft der Schottischen Sinfonie – mit ihrem tänzerischem leggiero, kantablen Adagio und dem ausgelassenen Finale –, dazu das späte Bekenntniswerk Elias des noch so jungen Komponisten. Alles innerhalb von nur zwanzig Jahren – wunderbar und eigentlich unbegreiflich...

Nike Wagner [Weimar, 04.05.2009]

 

Mit Mendelssohn Bartholdy verbinde ich das geniale mir leider nur wenig bekannte Oktett sowie die Musik, zu der meine Eltern in einem Dresdner Standesamt heirateten – ein lethargischer Geiger, ein indisponierter Cellist und ein verschnupftes Piano (der ehemals Meißner Firma Thürner) intonierten die Melodie, meine Mutter unter Lachtränen, mein Vater, trotzdem, feierlich bewegt.

Uwe Tellkamp [unterwegs, 22.04.2009]

 

Von Felix Mendelssohn Bartholdy gibt es folgendes Zitat
„Mehr an den eigenen Fortschritten, weniger an den eigenen Meinungen anderer arbeiten.“
Damit bringt er eine Erkenntnis zum Ausdruck, die nicht nur in der Musik, sondern ebenso in der Politik gelten sollte. Politikerinnen und Politiker sollten diesbezüglich an sich selbst arbeiten, das gilt auch für mich.

Dr. Gregor Gysi [Berlin, 21.04.2009]

 

Mit Mendelssohn Bartholdy verbinde ich im Frühling in Berlin auf der Straße des 17. Juni Richtung Brandenburger Tor zu fahren auf dem Weg ins ARD-Hauptstadtstudio und dabei den Satz aus seiner „Italienischen“ zu hören. Und als damaliger WDR Fernsehdirektor für die Fernsehübertragung der Welturaufführung seiner Oper „Der Onkel aus Boston“, die er als Elfjähriger komponiert hat, im WDR-Fernsehen zu sorgen.

Ulrich Deppendorf [Berlin, 09.04.2009]

 

„Ich habe mich regelrecht in Mendelssohns Biografie verliebt, in diese Vielschichtigkeit, nicht nur seiner weit gefächerten Bildung, sondern seiner Musikerpersönlichkeit. Der große Komponist, der Kammermusiker, der Solist, der Dirigent, der Wiederentdecker Bachs, ein Mann mit enormem sozialen Gewissen. Und eben ein genialer Komponist, auch gerade was die Violinliteratur angeht.“

Anne Sophie Mutter [München, 11.02.2009]

 

Mendelssohns Musik hat einfach alles, sie ist so lebendig und so frisch. Er ist einer der wenigen Komponisten, der immer diese neue Melodie, immer neue, frische Themen erfinden kann und das mit Leichtigkeit. Man sieht vor sich so viele Bilder, wenn man seine Musik hört.

Daniel Hope [Norddeutschland, 02.02.2009]

 

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„Mendelssohn wird immer ein Muster der Stilreinheit bleiben und als scharf gezeichnete musikalische Individualität anerkannt werden, die sich aus der ungeheuren Schar der handwerksmäßigen Musiker deutscher Schule turmhoch abhebt.“
Peter Tschaikowski

 

„Er ist der Mozart des 19. Jahrhunderts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt.“
Robert Schumann

 

„Ich wollte meine sämtlichen Werke dafür hingeben, wenn mir ein Werk wie die Hebriden-Ouvertüre gelungen wäre.“
Johannes Brahms

 

„Mir war seine Gegenwart besonders wohltätig. Von der Bachischen Epoche heran hat er mir wieder Haydn, Mozart und Gluck zum Leben gebracht und endlich mich seine eigenen Produktionen fühlen und über sie nachdenken machen.“
Johann Wolfgang von Goethe

 

„Früher war ich der Sohn meines Vaters [Moses], jetzt bin ich der Vater meines Sohnes [Felix].“
Abraham Mendelssohn